Mittwoch, September 02, 2015

Und dann kam alles anders


Manchmal kommt es ganz anders, als man denkt. Vor einiger Zeit bekam ich eine Anfrage der Firma Contorion, ob ich denn nicht Lust auf eine Zusammenarbeit hätte. Hatte ich natürlich und nach einigem Überlegen kam ich zu dem Schluss, dass meine Buchsbäume mal dringend einen Schnitt benötigen und ich dafür eine Strauchschere brauchen könnte.

Ich habe mich riesig über die Schere gefreut und letzte Woche gleich drauf los geschnippelt. Tja und eigentlich wollte ich euch meine perfekt kugelig geschnittenen Buchsbäume zeigen. Da gibt es nur zwei Probleme, erstens kann ich das nicht, bei mir werden es eher Eier, als Kugeln und zweitens musste ich feststellen, dass meine Buchsbäume mehr tot, als lebendig waren.

Da wo die Pfeile sind, waren mal drei schöne große Buchsbäume, die mir der böse Buchsbaumzünsler zerstört hat. Leider merkt man diesen Schädling erst, wenn es schon zu spät ist, da die Raupen den Strauch von innen heraus zerfressen.

Glücklicherweise waren die Buchsbäume in den Töpfen noch nicht befallen und ich konnte an ihnen wenigstens meine Schere probieren. Das ging echt super und so schlecht ist die Form gar nicht geworden.

Bei den beiden vor der Haustüre muss ich nochmal ran, denn sie brauchen auch mal wieder frische Erde. Aber für's Erste sieht das schon etwas ordentlicher aus.

In dem einen Topf habe ich einen Farnableger entdeckt, den ich natürlich vom Schnitt verschont habe!

Als Ersatz für die entfernten Buchsbäume im Beet, habe ich einen Farn und eine Hortensie gepflanzt. In der letzten Zeit gefallen mir Farne sehr und es sind auch total unkomplizierte Pflanzen, die fast keinen Pflegeaufwand benötigen.

Ich habe es ja schon im letzten Post erwähnt, meine Silberkerze ist heuer nicht besonders hoch geworden. Macht aber nichts, so sieht man die rostige Säule dahinter besser.

Darin steht ein Hortensienableger aus dem letzten Jahr, der sogar schon geblüht hat. Das Gänseblümchen hat sich darin selbst ausgesät und weil es so gut passte, habe ich es gleich in dem Topf gelassen.

Diese Hortensie habe ich nun schon ein paar Jahre im Topf. Sie gedeiht so sehr gut und ist mittlerweile zu einem riesigen Busch herangewachsen.


Mit meinen Fensterkästen hatte ich schon lange nicht mehr so viel Glück wie heuer. Die Kombination Perlagonien/Surfinien hat sich als sehr hitzebeständig erwiesen und wirklich gut entwickelt.


Heuer hat es auch die weiße Bauernhortensie geschafft, ihre Blüten grün/rötlich zu verfärben. Letztes Jahr musste ich alle vorzeitig abschneiden, da sie durch den vielen Regen braun geworden waren.

Nachdem es am Wochenende noch eine letzte Hitzewelle mit 35°C gegeben hat, ist heute Nacht endlich der Herbst angekommen. Ich freue mich darüber, denn es geht nichts über einen schönen Altweibersommer!

Samstag, August 29, 2015

Im Garten meiner Eltern

Ich möchte euch mal wieder in den wunderbaren Garten meiner Eltern mitnehmen. Aus dem einstigen Nutzgarten meiner Großeltern, hat meine Mama ein Paradies mit Stauden, Sträuchern, Einjährigen, einem Teich, unzähligen Topfpflanzen, Obstbäumen und Gemüsebeeten geschaffen.

Da meine Mama viele besondere Perlagonien hat, werden diese natürlich überwintert. Leider will mir das nicht gelingen und ich bin immer wieder begeistert, wie schön auch die überwinterten Exemplare innerhalb kürzester Zeit blühen.

Neben ausgefallenen Perlagonien und Fuchsien hat meine Mama auch eine kleine Sammlung von Zierkleepflanzen. Auf der alten Leiter sehen sie so in der Gruppe ganz toll aus. So ein Leiterregal wünsche ich mir schon lange, nur leider gibt es bei uns in der Gegend selten schöne Flohmärkte. Daher habe ich mich mal im Internet auf die Suche gemacht und bin bei Lidl fündig geworden. Das Leiterregal von Lidl sieht super aus (hier), ist nicht zu teuer und weiße Farbe habe ich ohnehin immer vorrätig. :-)

In den Blumenbeeten findet man viele verschiedene Phloxe, die auch zu meinen Lieblingspflanzen zählen. Der blaue Phlox ist besonders toll, denn je nach Lichteinfall verändert er seine Farbe. Tagsüber ist er eher violett, abends in der Dämmerung wird er richtig blau. Eine wunderbare Pflanze, die ich auch in meinem Garten habe. Ich habe diese Sorte sogar bei Lidl im Shop entdeckt (hier).

Neben dem Teich wächst ein weißer Phlox, der da eigentlich gar nicht hingehört. Aber alle Ausrottungsversuche meiner Mama waren umsonst. Er kommt jedes Jahr wieder. Zum Glück, denn es ist eine wunderschöne kompakte Pflanze, die nicht zu hoch wird.

Schmetterlingsflieder gehört meiner Meinung nach in jeden Garten. Nur leider habe ich keinen der bunten Gesellen mit der Kamera erwischt.

Ich finde es schön, wenn es zu manchen Pflanzen sogar eine Geschichte gibt. Der dunkle Phlox stammt zum Beispiel noch von einer älteren Tante und wuchs früher bei unserem Bauernhof.

Wie auch bei mir, findet man den fliederfarbenen Phlox am häufigsten. Scheint wohl eine sehr dominante Sorte zu sein.

Von der weißen Spornblume habe ich mir einen Ableger mitgenommen. Ich freue mich schon, wenn daraus auch mal so ein schöner großer Busch wird.


Hinter den riesengroßen Ziergräsern liegt der Gartenteich.

Heuer scheint wirklich ein gutes Rosenjahr zu sein. Bei meiner Mama blühen noch viele Stöcke und auch bei mir gibt es eine zaghafte zweite Blüte.


Die rosa Hortensie ist ein Traum. Leider wächst sie etwas versteckt und man sieht sie kaum.

Wahrscheinlich aufgrund der großen Hitze sind die Dahlien nicht so hoch wie sonst geworden. Das ist mir bei vielen Pflanzen aufgefallen. Meine Silberkerze daheim war sonst immer über 1,5 Meter hoch, heuer hat sie nicht einmal 1 Meter Höhe erreicht.

Die meisten Einjährigen dürfen wachsen, wo sie wollen. Der weiße Ziertabak ist richtig hoch, so kenne ich den gar nicht.

Das rot/lila Köcherblümchen muss ich nächstes Jahr auch haben. Es ist eine hübsche Einjährige, die nicht sehr hoch wird und den ganzen Gemüsegarten bei meinen Eltern eingenommen hat.

Duftwicken hatte ich schon lange nicht mehr, das muss ich nächstes Jahr unbedingt ändern.

Von dem hohen Knöterich habe ich mir bereits im letzten Herbst einen Ableger mitgenommen. Ich finde es so schön, wenn die roten Blütenkerzen über den anderen Pflanzen schweben. Hoffentlich sieht das bei mir auch mal so toll aus.

Ein Hawaiilieschen mit bunten Blättern habe ich noch nie gesehen.

Mittwoch, August 26, 2015

Schattengarten

Ich bin echt froh, dass es in meinem Garten sowohl einen sonnigen Teil, als auch einen Schattengarten gibt. So hat man viel mehr Möglichkeiten und muss auf (fast) keine Pflanzenwünsche verzichten.

Auch wenn es auf den Fotos anders aussieht, ist es doch den ganzen Tag schattig in diesem Bereich unseres Gartens. Lediglich am Abend gehen sich ein, zwei Sonnenstunden aus (die ich dann zum Fotografieren nutze). In erster Linie wachsen dort Hortensien, Funkien, Storchenschnäbel und andere schattenverträgliche Stauden. 
Die Tellerhortensie habe ich als Ableger vor ein paar Jahren bekommen. Mittlerweile hat sie sich prächtig entwickelt und seit letztem Jahr blüht sie auch. Davor steht ein Zwerg-Geißbart, eine tolle Schattenstaude für den Beetvordergrund.

Glockenblumen dürfen sich bei mir ungehindert ausbreiten. Letztes Jahr war das Beet voll mit roter Punktglockenblume, die sich heuer gar nicht blicken lies. Dafür war die Pfirsichblättrige Glockenblume umso schöner. Auch sie ist von selbst gekommen.

Da wir keine Kinder haben, darf auch der Eisenhut in meinem Garten wandern. Ansonsten würde ich auf diese sehr giftige Pflanze wohl verzichten. Dahinter steht eine rosa Annabell-Hortensie. Sie ist heuer leider etwas untergegangen, da Clematis Alpina extrem gewachsen ist. Da wird wohl ein Rückschnitt fällig. 

Auf der anderen Seite steht die weiße Schwester von Annabell. Ich habe sie erst letztes Jahr gepflanzt, aber sie hat trotzdem ganz toll geblüht.

Spieren mag ich sehr gerne und habe mehrere davon im Garten. Sie wachsen im Schatten genau so gut, wie in der Sonne, nur eben langsamer.

Den Namen der Zwerghosta weiß ich zwar nicht, aber ich habe sie seit vielen Jahren schon im Topf, was ihr sichtlich gefällt. Besonders schön sind ihre dunklen Blüten, die erst im Juli erscheinen.

Der Standort ist perfekt für einige meiner Topfhortensien. Auf der sonnigen Terrasse sind leider die Blüten viel zu schnell verbrannt.

Keinesfalls möchte ich auf den Eschenahorn verzichten und ich bin immer noch froh, dass ich ihn in meiner Anfangszeit gekauft habe, obwohl ich rein gar nichts darüber wusste. Mir gefielen einfach die rosa Blätter. :-)

Im Beet hinter dem Bäumchen habe ich die Taglilien entfernt und durch Astilben ersetzt. Das passt viel besser und die Taglilien hatten ohnehin die falsche Farbe. Gelb statt rosa! Das geht doch gar nicht. *lach*

Rispenhortensien gehören eher in die Sonne, daher könnte "Vanille Fraise" auch schöner sein. Vielleicht bekommt sie irgendwann einen neuen Platz, wenn mal wieder eine Rose das Zeitliche segnet.

Die dunkelrote Verbene hat sich so toll entwickelt, ich bin dieses Jahr echt begeistert von den Sommerblumen. Letztes Jahr war dieser Korb gar nicht schön, es hatte ja ständig geregnet.


Da ich gerne das Ausgefallene mag, habe ich mich sehr gefreut, dass ich die rote Perlagonie mit den spitzen Blättern gefunden habe. Schade, dass ich mit dem Überwintern kein Glück habe.

Mittlerweile sind die weißen Annabell-Blüten vergrünt, aber das macht nichts. Im Gegenteil, mit dem gestreiften Gras sieht das einfach umwerfend aus.

Hortensie "Magical Four Seasons" würde im Topf wahrscheinlich besser gedeihen und viel früher blühen. Aber mein Platz für Töpfe ist leider schon etwas rar. *hüstel*

Nach einer kleinen, dringend nötigen Pause kommt nun der Sommer zurück. Ende August noch über 30°C das gibt es auch selten. Ist mir ganz recht, es gibt viel zu tun im Garten!