Dienstag, September 12, 2017

Urlaub auf den Färöer Inseln ~Teil 2~

Wie versprochen geht die Reise weiter und ich nehme euch mit zu einem der schönsten Orte auf den Färöer Inseln. Es handelt sich um die kleine Insel Mykines, die nur per Fähre oder Hubschrauber erreichbar ist.
Mykines

Auf der Insel leben ca. 20 Personen, es gibt keine Autos oder Straßen, dafür aber jede Menge Vögel. Wir haben eine geführte Wanderung gemacht und dadurch auch einiges über die Geschichte der Insel und die Lebensweise der tierischen Bewohner erfahren.
Papageientaucher

Der Aufstieg war zwar etwas beschwerlich (zumindest für so unsportliche Personen wie mich), aber es hat sich wirklich gelohnt. Denn nur so konnten wir die niedlichen Papageientaucher aus nächster Nähe beobachten.
Puffin

Die Vögel leben nur zur Brutzeit auf der Insel, den Winter verbringen sie am Meer und kommen gar nicht an Land. In den Klippen der Insel befinden sich ihre Bruthöhlen, wo sie den Nachwuchs aufziehen.
Papageientaucher

Wenn man den Inselkamm entlang wandert muss man echt aufpassen, dass man nicht plötzlich mit dem Bein in einer der vielen Höhlen steckt. ;-)
Papageientaucher

Papageientaucher

Besonders witzig fand ich, wenn die Vogeleltern mit vielen Fischen im Schnabel herumsitzen und darauf warten, dass sie zu ihren Jungen können, ohne den Bau zu verraten.
Puffin

Puffin

Natürlich gibt es auch hier, so wie über auf Färöer, jede Menge Schafe.
Schaf

Schaf

Ziel der Wanderung war der Leuchtturm, der am anderen Ende der Insel steht. Die weißen Flecken auf den Klippen sind übrigens auch Vögel. Dort nisten Basstölpel, die wir aber leider nicht aus der Nähe gesehen haben.
Färöer Inseln

Unser Wanderguide erzählte uns, dass man von hier aus oft Grindwale sehen kann, doch dieses Glück hatten wir leider nicht. Lediglich auf der Fahrt mit der Fähre haben wir einmal ein paar Rückflossen im Meer gesehen. Näher sind wir einem Wal nicht gekommen.
Färöer Inseln

Tiere kennen anscheinend keine Höhenangst. Jedenfalls haben sich manche Schafe sehr waghalsig in den Klippen bewegt. Natürlich passiert es da schon mal, dass ein Schaf ins Meer fällt und ertrinkt. Ich habe sogar einen kleinen Schädel am Strand gefunden. Den durfte ich allerdings nicht mit nach Hause nehmen, denn mein Freund sah darin ein schlechtes Ohmen. :-/
Färöer Inseln

Färöer Inseln

Wir haben den ganzen Tag auf dieser schönen Insel verbracht und sind erst spät abends wieder mit der Fähre zurück zu unserem Hotel. Der Tag war zwar einer der anstrengendsten, aber auch der schönste vom ganzen Urlaub!
Atlantik

Dienstag, September 05, 2017

Urlaub auf den Färöer Inseln ~Teil 1~

Anfang August waren wir zwei Wochen auf den Färöer Inseln und wenn ihr Lust habt, werde ich euch einen kleinen Einblick in diese wundervolle Landschaft vermitteln. Wir haben uns im Reisebüro eine individuelle Reise zusammenstellen lassen und konnten so den Großteil der 18 Inseln zwischen Norwegen und Island besuchen.
Wir waren mit dem eigenen Auto dort und sind mit der Fähre im Norden Dänemarks fast zwei Tage über den Atlantik gefahren.
Faroe Islands

Die Fahrt mit der Fähre war ein tolles Erlebnis (fast so wie eine Kreuzfahrt), allerdings musste ich feststellen, dass ich nicht so hochseetauglich bin. ;-) Trotzdem sind wir gut in Torshavn, einer der kleinsten Hauptstädte der Welt angekommen. Dort haben wir die erste Nacht verbracht und am nächsten Tag ging es dann weiter auf die Insel Vágar, wo wir die nächsten beiden Tage verbringen sollten.
Faroe Islands

Auf dem Weg dahin haben wir im Örtchen Saksun halt gemacht, wo wir eine schöne Kirche besichtigen konnten und unsere erste kleine Wanderung gemacht haben. Wer gerne wandert oder klettert, für den ist dies der ideale Urlaubsort. Es gibt jede Menge Wanderwege und da der höchste Berg nur ~800 m hoch ist, sind die Touren für unsere Verhältnisse eher moderat.
Faroe Islands

Es gibt keine Bäume auf Färöer, dafür fast nur Gras! Mein erster Eindruck war, dass es unglaublich grün ist und irgendwie sieht das Gras auch viel saftiger aus, als bei uns. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es max. 18°C hat und die Hitze nichts verdörren kann. (Ganz im Gegensatz zu meinem armen Rasen!)
Faroe Islands

Mein zweiter Eindruck waren Schafe! Immer und überall und sogar mitten in der Stadt kann man sie hören. Da sie großteils frei herumlaufen, muss man beim Autofahren natürlich sehr aufpassen. Aber ich hatte den Eindruck die Tiere wissen schon, dass sie einem Auto nicht zu nahe kommen sollen.
Faroe Islands

Was ich bisher noch nie gesehen habe, waren Häuser mit Grasdach. Das sieht so urig aus und dient zusammen mit der meist dunklen Hausfarbe zur Wärmeisolierung. Einmal haben wir sogar einen Inselbewohner gesehen, der mit einer Motorsense gerade sein Dach gemäht hat!
Faroe Islands

Diese Steinhütten sind allerdings nicht bewohnt, sondern dürften als Bootshäuser dienen.
Faroe Islands

Nachmittags haben wir dann Kvivk besucht, wo man Ruinen einer Wikingerfarm besichtigen kann.
Faroe Islands

Wikingerruine

Das Örtchen war wirklich bezaubernd, mit den kleinen bunten Häusern. Zu gerne hätte ich so ein Häuschen von innen gesehen, aber einfach so an eine Türe klopfen wollten wir dann auch nicht. ;-)
Faroe Islands

Die Inseln sind durch Tunnels und Brücken mit dem Auto oder über das Meer per Fähre erreichbar. Auf einigen Inseln gibt es keine Straßen bzw. Autos, dafür aber jede Menge Ruhe und Natur. Auf so eine Insel werde ich euch nächstesmal mitnehmen.
Faroe Islands